“Land*Stadt – Transformation gestalten” ist ein transdisziplinäres Forschungsprojekt, das von 2017 bis 2021 vom SPIELRAUM-Programm der Robert Bosch Stiftung gefördert wird. In der Überzeugung, das die künstliche Trennung von “der Stadt“ und “dem Land“ ein Hemmnis zum gesellschaftlichen Wandel in Richtung Zukunftsfähigkeit darstellt, wird im Projekt ein neuer Ansatz für die transformative Wissenschaft entwickelt: Die “Transformative Zelle“.

Vom Forschungscamp zum Festival

Vom 13. – 26. Mai 2019 findet das “Concrete Transformation Festival” im Betonwerk Stolpe statt. In diesen zwei Wochen soll gemeinsam mit Bewohnern, Dorf, Region und Interessierten in praktischen und theoretischen Zukunftswerkstätten kreative Lösungen für eine partizipative und sinnstiftende Zukunft des ehemaligen Betonwerks entstehen. 

PROJEKTBAUSTEINE

Die praxisorientierte Forschung befasst sich mit der theoretischen Entwicklung der Transformativen Zelle. Neben der Identifikation und Darstellung ihres Wirkungsgefüges, werden Transformative Zellen als Planungsgegenstand erprobt und neue räumliche Strategien für ihre Gestaltung entwickelt.

Unser Forschungsteam setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen, weshalb wir die Transformative Zelle mithilfe eines transdisziplinären Forschungsansatzes aus verschiedensten Blickwinkeln heraus untersuchen und deuten können.

Die Transformative Zelle wird durch intensive Kooperation mit lokalen AkteurInnen in vier Reallaboren erprobt. Dies ermöglicht gegenseitiges Lernen, Wissensaustausch und das direkte Erproben neuer Ansätze. Ziel dabei ist es, einen Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu gewährleisten.

REALLABORE

Zentraler Bestandteil des Forschungsprojekts ist die Untersuchung und Mitgestaltung von vier Reallaboren: ein schweizerisches Netzwerk zur Förderung alternativer Ernährungskultur, die Bildungslandschaft der mecklenburgische Kleinstadt Malchin, ein ehemaliges Betonmischwerk in Brandenburg sowie ein nordrhein-westfälisches Netzwerk solidarischer Landwirtschaft.

Die Region Malchin wird zum Reallabor „Digitale Bildungslandschaft“ entwickelt. Malchin wird damit Ankerstadt, d.h. Ausgangspunkt für eine räumliche Re-Integration verschiedener Funktionen zwischen Stadt und Land.

Das Betonmischwerk Stolpe als Raumressource wird in einem kokreativen Prozess als Ort entwickelt, der sowohl etablierten als auch neuen Akteuren zwischen Stadt und Land Raum bietet und damit neue Transformationsprozesse anstößt.

Boimig macht eine resiliente Ernährungskultur erlebbar, die Boden, Ökosystemen und Menschen gut tun soll. Der Verein organisiert mit Konsument*innen und Produzent*innen auf dem Land und in der Stadt Kochgruppen, Dialoge, Ernte- und Pflanzeinsätze.

Das Ziel vom StadtLandMarkt e.V. ist die Förderung einer gesellschaftlich getragenen Agrarwende und demokratisch organisierten Stadt-Umland-Entwicklung, die sich am Menschenrecht auf angemessene Ernährung orientiert.